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Angelreisen (Reiseberichte): Angelreise nach Südnorwegen 2001
 
Angelreisen

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Veröffentlicht am Sonntag 17 Februar 2002 13:09:28 von admin

Marco schreibt Angelreise nach Solvag' Südnorwegen, 2001


Wenn einer eine Reise macht ...

dann kann er was erleben. Aber fange ich ersteinmal ganz von vorne an.

Gebucht und bestaetigt im Oktober 2000 wurde unsere Reise nach Norwegen 2001, von der Reiseagentur Atlantis Angelreisen. Fuer uns war es die erste Buchung bei Atlantis und so wunderte ich mich ueber den ,vom ersten Moment an, persoenlichen und freunschaftlichen Kontakt zu den einzelnen Sachbearbeitern. Andree Hoermann wurde nun fuer die naechste Zeit mein Reisebegleiter bis es dann nach Norwegen gehen sollte. Aber noch waren wir ja in Deutschland und bisher noch nichts passiert, bis auf den erstklassigen Service unserer Reiseagentur. Anruf, Frage, die sofortige Beantwortung meiner Fragen, Zerstreuung meiner Zweifel und die bekanntlichen Reisebedenken. All das konnte, meinen Kameraden und mir, dass Team von Atlantis ohne weitere Verzoegerung, mit einer wundervollen Geduld, zerstreuen. Aber nun kam der Tag X, der 27.07.2001, unser Abfahrtstag in den Angelurlaub.

Die Hinfahrer

Wir, d.h Jango, Patric, Heiko, Janni, Mario und ich ,wobei Janni auf der Hinfahrt fehlte den er durfte schon zwei Wochen vor uns nach Norwegen fahren, starteten also zu fuenft Richtung Fister. Im Gepäck mit Sicherheit mehr als wir benoetigten, wie halt bei jeder groesseren Reise. Angelruten im Dutzend, genau wie mehrere Rollen und Ersatzschnur pro Person. Da wir uns vorgenommen hatten einen Abend einen Platz zum Brandungsangeln zu suchen, sind diese Angelgeraete natuerlich auch mit im Gepaeck, was waeren wir fuer ein Brandungsanglerclub wenn wir uns das entgehen lassen wuerden.

Die Ankunft 1

Die Anfahrt zu unserem Urlaubsziel verlief mehr als Gluecklich. Ich hatte fuer unsere Fahrt durch Deutschland und Daenemark mehr Fahrtzeit eingeplant, da vielerorts noch Ferien waren und immer mit dem unvorhersehbaren gerechnet werden musste. So waren wir schon gegen 0:00 Uhr in Hirthals, unsere gebuchte Faehre fuhr aber erst um 8:00 Uhr morgens. Wir hatten malwieder Glueck, um 1:00 Uhr ging die Schnellfaehre von Hirthals nach Kristiansand und wir passten mit unseren zwei Autos noch mit drauf. So konnten wir unsere Fahrt um 4:30 Uhr in Norwegen fortsetzen. Dank der sehr guten Wegbeschreibung unserer Reiseagentur Atlantis fanden wir unser Ziel am Fister Fyord sehr schnell, um 9:30 Uhr konnten wir unsere Zimmer in Augenschein nehmen. Solvag Fyord Ferie.

Die Ankunft

Bei strahlenden Sonnenschein kamen wir in unserer Huette an. Die Boote wurden flott gemacht. Wie in der Buchung vorgesehen, waren alle drei Boote mit Echolot und 20 Liter Sprit, vorhanden. So das wir gleich in See stechen konnten. Von unserem Gastgeber hatten wir aber noch nichts zu Gesicht bekommen, dieser musste dringend nach Stavanger. Also keine freundliche persoenliche Begruessung durch unsere Gastgeber. Allerdings waren die Mitarbeiter von Solvag eine gute und eingespielte Truppe und auch die anfaenglichen Verstaendigungsprobleme konnten wir mit unserem gebrochenen English wieder wett machen. Leider entsprach die Oertlichkeit des Hauses nicht dem des Fotos im Katalog, dannach sollten die Haeuser geschuetzt in einer Bucht liegen. Wir hatten eines der zwei neuen Haeuser, die jedoch am offenen Fister Fyord lagen, so auch die Boote, das machte bei Wind und Wellen das be.- und Entladen der Geraete teiweise zu Balanceaktionen mit blauen Flecken.

Unsere Terrasse

Nun wollen wir mal ueber unsere Faenge reden. Grausam ist harmlos ausgedrueckt. Wir haben unseren Aufenthalt wohl ein bis zwei Woche zu frueh angesetzt. Es waren nur wenig Makrelen in diesem Fyord, gerade mal 20 Stueck in einer Woche mit sechs Angler wurden gefangen. Daraus resultiert das auch die anderen Fischarten wenig bis garnicht in Aktion traten. Hatten wir mal eine Makrele als Fetzenkoeder anzubieten folgten auch sofort gute Bisse auf Leng und Dorsch. Aber mit Koehler.- und Pollackfetzenkoeder lief es auch ,aber eben nicht so gut. Was man im Fister Fyord jedoch bemerkenswert feststellt ist die hohe Artenvielfalt. So haben wir ganze 14 Fischarten zu sehen bekommen.

Markele, Dorsch, Wittling, Leng, Scholle, Kliesche, Flunder, Hornhecht, Rotbarsch, Pollack, Koehler, Nagelrochen, Dornhai, Lippfische

Meine beiden Leng am vierten Tag

Woran es nun lag das unter diesen Fischen die meisten nur schlappe 30 cm bis 40 cm gross waren kann ich nicht beantworten. Aber leider hatten wir tatsaechlich in dieser einen Woche nur 15 gute bzw. normale Fische gefangen. Alle anderen haette jeder wieder zurueckgesetzt. Patric und Jango ( Jango hatte 1 guten Dorsch )hatten den schlechteren Motor am Boot, die wenigsten Fische im Boot und nach fuenf Tagen die Schn.... Rand voll. Jan Peter und Heiko hatten ein gutes Boot, und etwas mehr Fisch, allerdings auch keine Riesen. Bis auf ein paar Leng und einige schoene Plattfische. Mario und Ich hatten wohl am meisten Glueck in dieser Woche. Mario fing wenigstens 2 richtig gute Laichdorsche und auch Leng, verlor dafuer aber auch seine teure Spinnrute. Es wuerde der Satz passen Raus was keine Miete zahlt und so ging sie am letzten Tag ueber Bord. Ich hatte einen vernuenftigen Dorsch und sieben normale Leng. Das Kleinzeug unter 50 cm habe ich hier nicht mit aufgefuehrt.


 

Klick fuer eine weiteres Foto


Einen Abend wollten wir wenigstens Brandungsangeln machen, natuerlich hatten wir genau an diesem Abend "null Wind". Dafuer konnten wir wenigsten mal ohne Regen schoen grillen und Angeln. Der erste herrliche Abend den wir auch nutzen konnten. Gefangen hat nur Patric etwas mit der Brandungsrute, auf Fischfetzen fing er einen 60 cm Nagelrochen und einen etwas 50 cm Dornhai. Keine Riesen, aber an der Brandungsrute aus 40 Metern tiefe hochpumpen doch schon ziemlich anstrengend. Natuerlich Catch and Release ,beide wurden schonend ihrem Element zurueckgegeben.

Ein Sonnenuntergang

Alles in allem kann man sagen der Urlaub war sehr erholsam, weil nicht Anstrengend. Wir mussten wenig grosse Fische hochpumpen und demzufolge konnten wir uns ausruhen. Die Landschaft ist aehnlich eines Bilderbuches, wie gemalt und einfach herrlich. Janni hatte sich mehrmals von der Badewasserqualitaet des Fister Fyordes , bei 17° Wassertemperatur , selbst ueberzeugt. Die Haeuser sind sehr gut ,sehr schoen und schon fast luxurioes eingerichtet. Terje Mosnes (unser Vermieter) ist ein sehr sympathischer und zuvorkommender Gastgeber, den wir in sehr guter Erinnerung behalten werden. Terje erzaehlte uns noch von weiteren Bauplaenen. Im naechsten Jahr wird am Ende der Haueser ein "Schlachthaus" stehen. Gekachelt und mit Beleuchtung, dass war auch das was wir feststellen mussten. Wer spaet Abends vom Angeln kommt musste mit Kopflampe Filitieren weil leider kein Licht am Schlachttisch angebracht ist.

Was gab es zu meckern ?

Baustelle vor der Tuer

Wir wollen nichts schoenreden, zu meckern gibt es fast auf jeder Urlaubsreise etwas, oder nicht. Aber einige Unstimmigkeiten waren doch etwas makant.
  • Von den drei Echoloten war eines mit einer Schraubzwinge am Boot befestigt, die vor sich hinrostete. Das zweite hielt genau vier Tage dann war das Gewinde im Eimer und es gab kein Ersatz. Das dritte hielt.
  • Von den drei Motoren funktionierten leider nur zwei richtig, der dritte hatte oefter seine Macken, so das uns nichts anderes uebrig blieb immer wenigstens mit einem weiteren Boot in der Naehe zu bleiben.
  • An einem Tag, ab der Mittagszeit , war fuer 5 Stunden der Strom weg.
  • Gleich am naechsten Tag , Abends nach der Bootstour, hatten wir fuer 4 Stunden kein Wasser, also nichts mit Duschen und waschen nach dem Angeln.
  • Einer der Mitarbeiter von Solvag wollte uns am ersten Abend gleich wieder ein Boot wegholen, weil er der Meinung war wir haetten eines zuviel. Mit Handzeichen konnten wir uns dann mit dem Litauer verstaendigen das er seinen Chef fragen sollte.
  • Das wir von einem 300 Meter Entfernten Motorboot von zwei Norwegern mit Heil Hit*** begruesst wurden und das in Thermoanzuegen und Regenkleidung. Vielen Dank fuer diese nette Gaeste, darueber war ich sehr schockiert.
  • Das wir von sieben Tagen, fuenf Tage Regen hatten ( kann keiner was dafuer )
  • Das leider nur wenig Fische gefangen wurden, und wenn doch dann sehr viele kleinere.
  • Das in dem Fister Fjord mehr Fischer ihre Netze ziehen als Angler ihre Angeln reinhalten.
  • Auf unsere Frage ueber gute Fischgruende kam zur Antwort in the Sea, ihr braucht aber mindestens vier Kanister (a`20 L) Sprit fuer die Tour pro Boot. Bei Windstaerke 5 eine tolle Alternative zum schlechteren Fang. Wir blieben wo wir waren. No Sea - No Fish
  • Das der Steg und die Terrasse teiweise eine Baustelle mit Fallen und tuecken ist. Fuer weitere Haeuser wurden die aeusseren Enden der Plattform nicht weiter befestigt ,so dass man ueber diese Stolperkanten auch Abends im dunkeln zum Schlachtetisch balancieren musste.


Wir bedanken uns fuer den wirklich tollen Service bei :

Reiseagentur Atlantis Angelreisen


©2001 Fotos und Text von Marco Bockelmann
Vervielfältigung untersagt.

 


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