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Bellyboat (Artikel): Bellytour Dazendorf im Mai
 
BellyBoot

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Veröffentlicht am Sonntag 01 Juni 2003 19:00:10 von admin

Ace schreibt Ein spontaner Entschluss zum Bellyboatfischen wurde belohnt.

Spontane Entscheidungen sind immer die besten, dachte ich mir so an jenem Samstag morgen. Draussen war bestes Wetter, kaum Wind, die Sonne lachte vom Himmel und von der Küste kamen Dorschfangmeldungen. Leider war ich immer noch am malochen als ich so vor mich hinträumte. Aber was lag näher als nach Feierabend nochmal einen Ausflug an die Küste zu machen.

Gesagt getan, gegen 14:15 raste ich nach Hause um meine Sachen zu packen. Schnell noch Frau und Sohn ein paar Filets versprochen und schon gegen viertel vor drei war ich auf der A1 Richtung Dazendorf. Abflauende südöstliche Winde sollten dort das Bellyboaten zu einem waren Vergnügen machen. Während ich mit Vollgas über die Autobahn den hoffentlich zahlreichen Dorschen entgegendüste lief im Radio der Fussbalkrimi des vorletzten Spieltages der Bundesliga. Hannover 96, Hansa Rostock und Bayer Leverkusen kämpften gegen den Abstieg. Bayern stand zum Glück schon als Meister fest, weshalb es mich wenig störte das ich die 2.Halbzeit nicht mehr mitbekam als ich gegen 16:15 in Dazendorf(rechter Parkplatz) ankam. Der Strandabschnitt nahe des Parkplatzes war schon ziemlich stark besetzt von Brandungsanglern und an den Huk´s links und rechts standen einige Watfischer im Wasser. Einen Bellyboatangler und diverse Schlauchboote konnte ich auch auf dem Wasser erblicken. Mann, hier fühl ich mich wohl dachte ich mir als ich meine Ausrüstung montierte. Als ich fertig war kam der besagte Bellyboatangler gerade aus dem Wasser mit einem vollen Galgen.

Das waren ja gute Aussichten. Plötzlich frischte der Wind mächtig auf und es fing an zu regnen so das wir uns noch ein ganzes Weilchen über Gott und die Welt unterhielten. Wir betrachteten unsere Köder...welche gehen heute am besten???...tauschten ein paar Fliegen aus...u.s.w. Bis ich mich um 17:00 auf´s Wasser begab. Der Regen entpuppte sich glücklicherweise nur als Schauer und auch die Wolken und der Wind hatten sich komplett verzogen. Na also es geht doch dachte ich mir und paddelte mit kräftigen Flossenbewegungen Richtung Dorsch. Was ich dann in den nächsten 4 Stunden auf dem Wasser erlebte hätte ich beim besten Willen nicht erwartet. Es ging Dorsch auf Dorsch an den grünen Doppelschwanzjig. Die Bisse kamen in den meisten Fällen beim absacken oder schleifenlassen des Köders. Leider war die Durchschnittsgröße nicht gerade das was man kapital nennt weshalb etliche Dorsche weiterwachsen durften. Als ich mich kurz vor neun Richtung Land begab konnte ich aus dem Augenwinkel beobachten wie sich eine schöne Meerforelle 5 Meter neben mir senkrecht aus dem Wasser schraubte. Ein sofortiger Versuch mit dem Blinker blieb leider erfolglos. Ich hatte meinen Galgen am Ende übervoll mit 13 Dorschen um die 40-45cm. Gefangen habe ich bestimmt mehr als das Doppelte aber selbst wenn sie alle etwas größer gewesen wären hätte ich nicht so viele mitgenommen. Schließlich muss ich sie ja hinterher auch noch versorgen und das war bei den 13 schon ne Menge Arbeit. Diverse Brandungs- u. Spinnfischer hatten bisher ausser einzelnen Hornhechten noch nix. Mit der zunehmenden Dämmerung sollte aber auch ihre Zeit kommen. Gegen 21:45 hatte ich dann meine Fische versorgt und alle Sachen verstaut. Rundum zufrieden mit meiner spontanen Entscheidung trat ich den Heimweg an.
Gruß Mathias Burmeister

 


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