Nun kommen wir zum zweiten Teil “Die Ankunft” ! Nach langer Fahrt waren wir nun endlich in Porto Saint Elpidio. In unserem kleinen Örtchen war es dann auch gar nicht so schwer, unsere Unterkunft zu finden. Die Ferienanlage heisst “Holiday Centro Touristico”. Wer Interesse hat, kann sich auch im Internet noch weitere Bilder dieser sehr schönen Ferienanlage angucken. Tackle und ich parkten also das Auto direkt vor der Rezeption. Mein geschultes Adlerauge endeckte natürlich gleich zwei nette junge Damen …

Weltmeisterschaft im Brandungsangeln in Italien 2005 Teil 2

Wir also rein in den Laden und wollten unsere Schlüssel haben. Tackle versuchte mit gebrochenem Englisch ihr zu verklickern, was wir wollen. Sie hat zwar überhaupt kein Wort verstanden, aber wusste was wir wollten. In der Zwischenzeit hatte ich netten Augenkontakt mit der rassigen Schönheit aus Italien. Eijeijei ich wusste garnicht wie mir geschieht. Sie lächelte auch seeehr bezaubernd. Dann ist sie noch kurz aufgestanden und reckte sich genau vor meiner Nase, man wusste überhaupt nicht mehr, wo man hingucken sollte, aber naja der Tackle war nun auch fertig mit der Rezeptionistin und wir wussten wo es hingeht. Nach einem zärtlichem “Ciao” verabschiedeten wir uns. Von Ihrer 0190 Stimme fange ich lieber garnicht an zu sprechen. Man könnte auch sagen, dass ich jetzt etwas durch den Wind war.

Dann endlich angekommen und kurz das Bungalow inspiziert, bevor wir schon alles eingeräumt haben. Nett wie ich bin, habe ich Tackle beide Betten und die Schränke überlassen was sich später zu einem Fehler herausstellen sollte. Ich schlief nun im Wohnzimmer auf einem Bett genau am Fenster. Die Gründe erfahrt Ihr in meinen folgenden Berichten. Wir waren insgesamt hochzufrieden mit unserer Hütte, die direkt am Strand lag.

Und nun kam natürlich das was kommen musste-der verrückte Schrödi (ich) verspürte noch leichte Lust die Würmer im Wasser zu baden. Zum Glück hatten wir welche dabei. Tackle hatte zwar keine Lust zum Angeln, aber gesellte sich mit zu mir an den Strand. Da ich noch keinerlei Systeme fertig hatte, habe ich mir einfach ein Buttsystem vom vorigem Pro Tack Cup geschnappt, machte die Perlen ab, und schickte es Richtung Kroatien. Alles oder nichts, dachte ich. 200 Gramm und Feuer ! Die ersten Bewegungen an der Rutenspitze sahen mir verdächtig nach Krabben aus, und so war es auch. Meine Fresse, das ging ja garnicht. Also wenn man hier in Deutschland denkt wir haben ein Krabbenproblem, dann ist das im Gegensatz zu dem was da abging ein Witz ! Die Biester waren dann auch noch schlecht vom Haken zu machen und sahen grau/grünlich aus, wobei sie auch noch anstatt der hinteren Beine eine Art “Paddel” hatten-also gute Schwimmer. Gegen 2 Uhr nachts beendeten wir das Angeln dann auch. Die Müdigkeit siegte, obwohl man bei den warmen Temperaturen gemütlich im Pullover sitzen konnte. Das war echt angenehm.

Nachdem wir erstmal richtig schön ausgeschlafen haben und noch den Rest der Sachen einräumten, machten wir uns auf dem Weg zu einer Erkundungstour, schließlich mussten wir wissen, wo ein Angelladen ist, usw. usw… Wir irrten mit Sicherheit drei Stunden durch die Gegend und fanden bis auf einen Supermarkt nichts. Wir kauften natürlich erstmal ein, aber unser Unmut noch keinen Angelladen gefunden zu haben, machte uns leicht schlechte Laune. Das Problem in Italien ist, dass die Leute weder Englisch noch Deutsch oder sonstwas außer Italienisch sprechen. Die Ironie-ein Spanier der in Italien lebt, erklärte uns dann den Weg. Ich habe keine Ahnung wieso die keine Fremdsprachen können, aber soviel zum Thema Pisastudie 🙂 Durch mein Spanisch aus der Schule verstand ich zumindest Zahlen und einige wenige Worte der Italiener.

Der Spanier fuhr den Weg übrigens mit seinem Fahrrad ab, damit wir uns auch ja nicht verfahren. Gastfreundlich sind die Jungs da !!! Vom Feinsten, und an jeder Ecke ne Pizzaria-das ist mein Land dachte ich ! Nudeln und Pizza überall in Massen !!! Im Angelladen angekommen, wurden wir auch gleich sehr sehr nett begrüßt. Wir haben uns natürlich auch gleich mit Material eingedeckt für 140 Euro. Ein paar Würmchen waren auch noch dabei. Die Arinicola kosten pro Packung “nur” 6,50 Euro bei max. 6-8 Würmern. 20 Gramm Ringler sind mit 4,50 Euro noch recht günstig. Als wir dann erwähnten, dass wir bei der Surfcasting WM teilnehmen und aus Deutschland kommen, nahm einer der Angestellten gleich das Telefon in die Hand und rief jemanden an. Wir wussten garnicht was abgeht, plötzlich hatte ich den Hörer in der Hand und sprach mit jemanden der meinte, dass wir ihn besuchen sollen. Er war der Präsident der Angler dort ! Sein Name “Angelo Ceroni”. Nachdem wir also fertig waren mit Einkaufen, schickten sie uns noch jemanden mit, der uns den Weg zu Angelo zeigen sollte-Klasse die Jungs hier ! Angelo ist Besitzer eines Wettbüros und einer Bahnhofskneipe. Er lud uns promt zu einem Bierchen ein, und schenkte uns ein paar Kleinigkeiten wie Anstecker usw… Sein Angestellter war gleichzeitig Übersetzer, da auch Angelo kein Wort Englisch sprach, doch auch wenn man kein Wort versteht kann man jemanden gleich von anfang an mögen oder nicht. Wir mochten uns gegenseitig, das merkte man. Der Spaß beim mittlerweile zweiten Bier war vorhanden. Wir verabschiedeten uns dann aber auch, da wir noch Systeme basteln und die ersten Fische fangen wollten. Nach einer leckeren Miracoli-Ladung gings es dann an den Strand. Wir hatten ne Menge Bier dabei und tranken uns recht schnell einen an, da auch dummerweise nicht ein blöder Fisch unsere Köder wollte. Krabbenalarm sag ich nur. Mit ner leichten Fahne ging es dann ins Bettchen, denn der Stress von der Fahrt steckte noch in den Knochen, ich war immernoch platt. Als nächstes bekommt Ihr “Die erste Woche” zum Lesen.