Im März hatte ich meinen 40.ten Geburtstag gefeiert. Ich hatte mir Geld für meinen Norwegenurlaub gewünscht. Alle Freunde, Bekannte und die Familie haben mich reichlich beschenkt. Und dann die Enttäuschung: Norwegen fällt aus. Mann oh Mann was für ein Frust. Und dann fiel mir ein, daß ich hier im Forum was über eine 2-Tage fahrt gelesen habe, die Yuppi, der Hafensänger organisiert. Die ganze Bagage kommt aus Celle. Also schnell ins Forum, mit meiner Frau den Termin abgesprochen und angemeldet. Es sollte mit der Seho nach Dänemark gehen. Wir konnten schon am Samstag den 30.ten April einschiffen. Also morgens die Sachen gepackt, zum Fussball gefahren, rote Karte bekommen, mich von meiner Familie verabschiedet und los zum heiligen Hafen. Dort bin ich so gegen 20:00 angekommen und obwohl ich dort keinen kannte, wurde ich herzlich aufgenommen. Abends gab das dann noch einen lüdden vor den Mund und wir sind zeitig, so gegen 03:00 in die Kojen.

Mehrtagesfahrt zum Kutterangeln mit der MS Seho

Morgens um 06:30 dann aufgestanden und zum Frühstück hat uns der Smut einen “strammen Max” serviert. Dann haben wir noch kurz mit Mirko, dem Skipper, gesprochen. Er erzählte uns, das zur Zeit sehr gut in der Hohwachter Bucht gefangen wird. Da haben wir beschlossen es dort zu probieren, denn wir wollten ja nicht Boot fahren, sondern Angeln. Wir stampften durch die Ostsee und so nach 1,5 Stunden waren wir am Ziel. Die Maschinen wurden langsamer und dann kam das ersehnte Hupen. Raus mit den Montagen. Ich stand vorne im Bug und hatte sofort Kontakt. Ich schaute nach rechts und nach links. Fast alle Ruten waren krumm. Da ich nur mit Pilker geangelt habe, konnte ich ja auch nur einen Dorsch fangen. Doch diejenigen, die mit 2 Jiggs geangelt haben, hatten auch eine Doublette dran. Und dann war da noch ein “Wahnsinniger”, der hatte einen Pilker mit Drillingen und 2 Beifänger. Und dann sah ich sie, die “Tillette”. Drei Dorsche auf einen Streich. Mirko kam kaum noch mit seinem Gaff nach. Nachdem ich so 10 Dorsche hatte, riss ich mir meinen Glückspilker ab. Also holte ich mir eine Dorschbombe (80gr) mit gelben Gummifisch aus meiner Tasche. Ich wollte ein wenig probieren. Menno, sind mir die Dorsche in den Gummifisch geknallt. Solch Bisse hatte ich auf Pilker kaum. Aber der Gummifisch hat sämtliche Hemmungen bei den Dorschen weggenommen.

Gegen Mittag hatte ich 15 Dorsche, und vorne wurde super gut gefangen. Nach dem Mittagessen ging es weiter. Und von den ganzen Ausfahrten war bei mir folgendes hängengeblieben:” Was Du bis Mittag nicht gefangen hast, das fängst Du auch nicht mehr”. Und so war es meistens, nachmittags:tote Hose. Diese Weisheit hab ich dann auch von mir gegeben, und ich war doch ziemlich skeptisch. Naja, was soll es, ich war ja wegen dem Angeln da. Diesmall wollte ich jiggen. Also raus mit der Montage, und wieder sofort Kontakt. So ging es weiter und weiter, bis Mirko sagte, daß wir jetzt 2 Stunden bis zum Ankerplatz brauchen und wir zwischenzeitlich die Fische versorgen sollten. Ich fing mit dem filetieren an und zählte meine Fische. Ich hatte den Überblick verloren. 28 Dorsche, wenn das man kein guter Tag war.

Nach dem filetieren, schön eine Maurerbrause verhaftet und bei super Wetter die Tour genossen. In der Nähe vom Weissenhäuser Strand sind wir dann vor Anker gegangen. Also Zeit, ein wenig Naturköderangeln mit leichtem Geschirr. Wattis rauf und raus damit. Und gleich wieder einen super Dorsch. Ich hatte keinen Bock mehr zu filetieren, also hab ich das gute Stück verschenkt. Und so gegen 20:00 hatte ich auch keine Lust mehr aufs angeln, denn die Hörnerwhiskys und die Maurerbrause und der weisse Rum taten ihr übriges. Also irgendwann mal in die Koje, denn morgen geht es weiter….

Morgens bin ich dann um 06:30 hoch, kurz waschen und rein in die Klamotten. Es gab wieder lecker Frühstück und nach kurzer Zeit hasteten wir wieder zu den Angeln, denn die Maschinen wurden wieder langsamer. Also raus mit den Montagen. Diesmal war es total umgekehrt, es wurde achtern super gefangen und bei uns gut. Wir angelten noch bis 13:00. Für einen “schlechten” Tag hatte ich “nur” 13 Dorsche. Wir waren dann gegen 15:30 wieder im heiligen Hafen. Wir holten unsere Sachen von Bord und ein wenig Wehmut kam bei mir auf. Ich habe dort super Typen kennengelernt. Und der Spruch:” Ey Hackfresse, gleich hörst Du das klatschen, und das ist kein Applaus” hallt noch bis heute in meinen Ohren. Mittlerweile hat Uwe (yuppi) mir eine Bilder CD von der Fahrt zugeschickt. Ich werde mal einige Bilder in die Galerie reinstellen, einige nicht, denn die fallen unter Jugendschutz. Ich möchte mich bei Mirko und seiner Crew bedanken. Mirko hat alles gegeben und war super locker drauf. Und seine Hupe war der Wahnsinn.

Als Fazit: Mit Mirko fahr ich demnächst (im September) wieder raus, diesmal einen Tag länger, also 3 Tage. Und wenn man dann noch Glück hat, das ein paar schräge Typen aus Celle dabei sind, dann hat man den Jackpott geknackt.