Wer schon einmal auf der Ostsee mit einem Boot rumgeschippert ist, hat mit Sicherheit die Freuden kennengelernt, direkt am Fisch angeln zu können. Die Angler, welche meißtens nur vom Strand zuschauen, würden gerne einmal vom Boot aus angeln, abschreckend ist hierbei der Tagespreis für ein Sportboot und weichen dann doch auf einen Kutter aus.

Kutter oder Boot

Der Vorteil ist natürlich nicht von der Hand zuweisen. Zum einen ist da die Sicherheit an Bord. Hier trägt der Kapitän die Verantwortung und weiß meißtens auch genau was er machen darf. Er kennt das Gewässer in dem geangelt wird und bringt seine Angelgäste meißtens auch an die Fischschwärme. Ob der Angler nun auch etwas fängt hängt nicht zuletzt auch von dem Können des Anglers ab. Auch ist immer ein Angestellter zum Gaffen zur Stellen, wenn ein kapitaler Dorsch am Haken hängt. Ein weitere Vorteil für das Angeln vom Kutter ist natürlich wenn man das Natürköderangeln bevorzugt, hier mehr Platz für seine Angelausrüstung hat, als auf einem Boot.

Warum doch auf den Kutter

Nun kommt aber wohl ein weiterer wichtiger Faktor der für einen Kutter spricht: Der Kutterpreis. Eine Ausfahrt kostet meißtens zwischen 45 Euro und 60 Euro, in einigen seltenen Fällen mehr, dafür aber inkl. Frühstück. Eine Bootscharter kostet nicht selten 80 Euro pro Tag zuzüglich Benzin. Vorteil bei der Bootscharter, man kann sich den Mitangler aussuchen, auf dem Kutter hingegen weiß man nie wer neben einem steht und das hat leider schon manchesmal zu Problemen geführt.

Gerade betrunkene Mitangler an der Reeling sind ein graus für viele und schrecken auch so einige davon ab, von einem Kutter aus zu angeln. Denn es gibt ja viele Familienväter die mit Ihrem jüngsten Spross eine Ausfahrt mit dem Kutter absolvieren und dann kann ein solcher betrunkener Kollege eine Vater und Sohn Angeltour schnell versauen. Auch der Fahrpreis ist jetzt wieder ein andere. Fahren Vater und Sohn auf dem Kutter ist man schnell bei 90 Euro, nun wäre eine Bootscharter mit 80 Euro wieder günstiger.

Angelgeräte zum Hochseeangeln

Das Hochseeangeln hält doch ein paar Anforderungen an das Angelgerät parat. Stabile Spinnruten bis 60 Gramm sind zwar zum Jiggen schon ausreichend, aber für harte Windbedingungen sind Pilkruten mit bis zu 150 Gramm Wurfgewicht angebracht.

Bug, Heck oder Mittschiffs

Die Besten Plätze beim Kutterangeln sind immer dort, wo am meißten gefangen wird. Auf einem großen Kutter sind diese Plätze immer Bug und Heck. Mittschiffs zu stehen, ist in den meißten Fällen eher unangenehm und selten der Beste Platz. In der Mitte des Schiffes stören nicht selten die Aufbauten beim werfen, es ist eng an der Reeling, weil sich immer welche durchdrängeln und man hat einfach weniger Platz. Bug und Heck eines Kutters dagegen sind die beliebtesten Plätze zum Hochseeangeln und auch die ersten Plätze die besetzt sind.