Hallo Angelfreunde, wieder einmal war es soweit. Vom 14.10.-21.10.2006 sollte es wieder nach Vrist / Veilby Klit (bei Thyboroön) gehen,wo wir voriges Jahr schon waren. Wir wollten mit 2 Autos fahren.

2 Brandungsangeln in Vrist Veilby, Klit in Dänemark

Doch kurz vor der Abfahrt hatte das eine Auto einen Kupplungsschaden,der vorher nicht mehr zu reparieren war. Schnell einen Anhänger organisiert!Dadurch konnten wir zwar nicht so schnell fahren,aber,ankommen hieß das Ziel. Endlich in Hvide Sande!Die erste längere Pause, Beine vertreten,was essen. Im Sandormkiosk den dänischen Angelschein und einige Wattis besorgt, da wir Sonntags gleich loslegen wollten und wir nicht wußten,wie die Versorgung mit Wattis in unserer Gegend sein würde.

Copyright Jürgen Labes Das bin ich.

© Jürgen Labes, Das bin ich.

Übrigens der Sandormkiosk ist neu aufgebaut und steht an einer andern Stelle.Über Thorsminde ging es weiter nach Vrist.Das gleiche Haus hatten wir zwar nicht,aber das eine Nr. weiter.

Brandungsangeln in Vrist Veilby - © Jürgen Labes

Brandungsangeln in Vrist Veilby – © Jürgen Labes

Kaum eingezogen,tönte unsere Tochter,”Ihr müßt mindestens 25 Butt fangen!” Wir schauten uns an und dachten,das sollte wohl möglich sein.Dann kurz durch die Gegend gefahren,um zu sehen,wo die Sandormkisten stehen. Über die Düne gekraxelt und den Strand in Augenschein genommen.Au weia!! Die Nordsee glatt wie ein Ententeich und leichter Wind aus Ost,also ablandig. Denkbar schlechte Bedingungen.Aber am Strand baute sich stets eine schöne Welle auf.

Brandungsangeln in Vrist Veilby - © Jürgen Labes

Brandungsangeln in Vrist Veilby – © Jürgen Labes

Am nächsten Tag ging es dann endlich los.Ausrüstung gesichtet,auf den Beach Rolly verladen und ab. Am Strand angekommen,schnell alles aufgebaut und die Bleie gegen den Horizont gefeuert.Erste Kontrolle der Köder nur blanke Haken. Also Krabben fraßen unsere schönen,teuren Wattis.Erster Tag keinen Fisch gefangen,aber einen von den Köderräubern.

©  Jürgen Labes, Strand soweit das Auge reicht

© Jürgen Labes, Strand soweit das Auge reicht

© Jürgen Labes, Schöne Welle

© Jürgen Labes, Schöne Welle

© Jürgen Labes, Weiter Strand

© Jürgen Labes, Weiter Strand

© Jürgen Labes, Köderräuber

© Jürgen Labes, Köderräuber

Abends dann haben wir überlegt,wo denn die Fische sein könnten.Am Strand brach sich immer eine große Welle und knallte an Land.Die Rück-und Unterströmung wühlte den Untergrund auf und spülte damit Nahrung (Würmer, Muscheln, etc.) frei. Sollten dort etwa die Plattfische auf der Lauer liegen?Vielleicht überwarfen wir die Fische ja!!Da müßten wir nur ca.30.40m werfen.Aber mach das mal mit ´ner Brandungsrute!?Andere Ausrüstung hatten wir nicht mit.Wir beschlossen, es am nächsten Tag so zu probieren.Köder voll in die Brandungszone!Das würde zwar auf die Schnur und das Vorfach schlagen,aber das Risiko mußten wir dabei eingehen.

© Jürgen Labes, Nicht zu weit werfen

© Jürgen Labes, Nicht zu weit werfen

Am nächsten Morgen,meine Tochter holt die Brötchen,ich wundere mich,wo sie solange bleibt,kommt sie mit 10 Päckchen Wattis zurück.Hat sie doch alle erreichbaren Sandormkisten in der Gegend leergekauft.Welch ein Schatz!So machte sie es nun jeden Morgen.Nebenbei bemerkt,in den Päckchen waren nur 7 Wattis. Das Päckchen kostete 10 DKK.Umgerechnet kostete ein Watti 20 Cent. Und immer noch keinen Fisch!Das sollte sich ändern.Nach der oben besprochenen Strategie warfen wir unsere Köder dorthin,wo sich die Welle aufbaute und zogen sie noch ein paar Meter an den Strand.Das sollte sich als richtig erweisen,denn nun fingen wir Plattfische,zwar nicht Schlag auf Schlag,aber immerhin.

© Jürgen Labes, Auf der Mole bei Harboöre

© Jürgen Labes, Auf der Mole bei Harboöre

© Jürgen Labes

© Jürgen Labes

Wir fingen 12 Plattfische,wovon sich 7 für die Pfanne eigneten.Noch 18 Stück!! Am nächsten Tag wollten wir es von den langen Molen bei Harboöre versuchen. Die reichen gut 200m ins Meer hinein und dann noch 100m werfen.Dort mußte Fisch sein!?Doch denkste.Wir zoge auch hier nur blanke Haken heraus. Also drehten wir die Flugrichtung unserer Bleie um.Wir schmissen in Richtung Land in die Brandungszone. Völlig verrückt,sind wir es doch gewohnt, mit den Brandungsruten möglichst weit rauszuwerfen. Aber es klappte auch hier. Wir fingen 8 pfannengeeignete Plattfische. Noch 10 Stück!!

© Jürgen Labes, Schöne Platten

© Jürgen Labes, Schöne Platten

Dann, nächsten Morgen die Katastrophe!Keine Wattis in den Kisten.Entweder nicht wieder neu bestückt worden oder jemand war uns zuvor gekommen.Also auf Richtung Lemvig in´s Angelgeschäft. Auch keine Wattis! Jetzt im Winter bestellen wir keine, hieß es. Unser Einwand,daß doch viele deutsche Urlauber hier seien und bei uns in Deutschland jetzt das Brandungsangeln richtig losgehe und jeder Händler Wattwürmer vorrätig hält,stimmte den Verkäufer doch nachdenklich. Aber Börsteorm hätte er. Auch ein guter Köder auf Platte. Jeder 4 Päckchen mitgenommen und diesmal wieder an den Strand. Nordsee immer noch glatt wie ein Ententeich, Sonnenschein, leichter Wind, ablandig. Zwei Bleie hatte ich schon verloren,durch Zurückschlagen des Fangbügels. Einige Vorfächer waren inzwischen so vertüdelt,daß sie nicht mehr zu gebrauchen waren. Aber das ist völlig normal Schwund ist bei jeder Sache.Da wir genügend Bleie und Vorfächer mit hatten,war das kein Problem. Aufgrund seitlicher Strömung und um den Köder in der Brandung zu halten, verwendeten wir nun Krallenbleie. Wieder fingen wir Plattfische. Die Seeringler waren gute Köder. Jedoch nur 6 Platte hielten wir für die Pfanne geeignet.Noch 4 Stück!!

© Jürgen Labes, Schöööööne Platte

© Jürgen Labes, Schöööööne Platte

Zwei Tage zum Angeln hatten wir noch, das sollte zu schaffen sein.Was für eine Kraxelei mit dem ganzen Gerödel über die Düne. Wobei der Hinweg etwas leichter war. Wir mußten wohl 10m Höhenunterschied bewältigen auf einer Strecke von ca. 50m. Aber der Rückweg hatte es in sich.Höhenunterschied ca.15m auf gut 100m. Und dann der Sand! Gott sei Dank hatten wir breite Gummiräder an den Beach Rollys. Am nächsten Tag fingen wir noch 6 pfannengeeignete Plattfische.Wir hatten unser Soll erfüllt. Abends gab es Plattfisch satt.10 haben wir verspeist. Den Rest eingefroren und mit nach Hause genommen.

© Jürgen Labes, Bereit zum Wurf

© Jürgen Labes, Bereit zum Wurf

© Jürgen Labes, Fertig für die Pfanne

© Jürgen Labes, Fertig für die Pfanne

Mittlerweile fing es an zu regnen.Aber am letzten Tag wollten wir auch noch angeln, fingen aber nur 2 völlig untermaßige.Es war wie abgeschnitten. Wir verangelten
die restlichen Wümer und machten Schluß. Wir haben nur Plattfische gefangen, keinen Dorsch oder andere Fische!! Die Frauen haben wunderbar mitgespielt dafür sei ihnen gedankt. Nächster Morgen gefrühstückt, dann das Haus gereinigt, Sachen verladen und ab nach Hause.

Meine Ausrüstung

  • Rute: Ron Thompson® Rocketeer Surf, WG 100-200gr, Länge 4,20m
  • Rolle: Cormoran® Seacor Big Boss 8PI-5500 mit Reserverolle*
  • Rute: Zebco® Dyna Surf Platinum, WG 100-200gr, Länge 4,20m
  • Rolle: Shimano® Biomaster XSA-8000 mit Reserverollen 6000 und 7000
  • Schnur: von Westline®, monofil 0,40er, keine Schlagschnur
  • Dreibein: der Firma Cormoran®

*Diese Rolle hatte ich in einem Preisausschreiben gewonnen.Was für eine Rolle!! Extreme Wurfweiten in Verbindung mit der Rute und was für eine Durchzugskraft
beim Einholen. Alles in allem, eine gute Fishingtour! Wo geht es das nächste Mal hin? Das überlegen wir noch. Mit Petri Heil meeresdrachen aus Kiel

(Red: Geschrieben von: Jürgen Labes, Fotos von Jürgen Labes.)
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