Endlich ist es soweit, unsere langgeplante, jährliche Langelandlandtour geht los. Seit einer Woche beobachten wir den Wind auf Langeland, und super ab Dienstag soll er nach Ost drehen und bis zum WE so bleiben, das sieht doch gut aus ,voll auflandig! Um 11:30 Uhr mit 6 Mann, 5 Arbeitskollegen und dem Sohn von einem, Abfahrt in Neumünster, ca. 16:30 Uhr Quartier in Tryggelev bezogen. Und nun beratschlagen, welcher Strand? Fedmose? Bukemose? unsere Wahl fiel dann auf Dovnsklint, da wollten wir immer schon mal hin, ging die letzten Jahre aber nicht, weil entweder zuviel Wind oder von Anglern überlaufen. Am Parkplatz angekommen erstmal zum Wasser und schauen,(absolute Windstille) rechts die Steilküste runter Meerforellenangler im Wasser, also links durchs Wäldchen an den Strand.

Dovnsklint auf Langeland in Dänemark

Alle sind heiß, Ruten beködert und Kartoffel raus damit. Augenblick später, was ist das? Zitterspitze arbeitet, mhm sieht komisch aus, Anhieb nichts, reingekurbelt und Haken blank, Krebse! Dann Biss bei Stefan, Doublette Dorsch beide maßig, siehste wohl heute geht was. Biss bei mir, Doublette, Dorsch untermaßig Butt 30 cm jawoll. Bis zur Dämmerung kamen noch einige Dorsche bis 46cm (Rainer) an Land, ab dann Nemos im Sekundentakt! Um 20.30 Uhr haben wir abgebrochen nicht ein maßiger Fisch mehr, also warum die kleinen Dorsche verangeln. Ab auf Hütte Grill an und es uns erstmal gut gehen lassen.

Freitag, eigentlich wollten wir mit`m Boot raus, aber Ostwind 4-5 und Schaumkronen auf dem Wasser, also Brandungsangeln. Unsere Wahl viel diesmal auf den Strand nördlich von Illebolle, (hab den Namen vergessen, vielleicht doch zuviel Alkohol gestern), am Strand angekommen, kein Strand mehr da, Hochwasser. Also zurück nach Illebolle, Ruten raus und ….Krebse! Ansonsten erstmal tote Hose, Zeit für Klönschnack dachte sich wohl Sebastian unserer Junior der neben mir stand, und ging erstmal den Strand runter zu Rolf der 200 Meter weiter ganz aussen stand. Ich feuere gerade eine Rute neubeködert raus und schaue nach rechts, mir stockt der Atem, da fliegt doch gerade eine Rute aus`m Dreibein, Sebastiaaaaan, doch der ist auf`m anderen Ende und kriegt nichts mit! Also 50 Meter Sprint und die Rute gepackt die sich gerade auf Weg zum Wasser befand, Anhieb und Oha, das ist was was grösseres, nach kurzer Zeit kam ein 60cm! Dorsch an Land, wie ich noch mit dem Fisch beschäftigt bin, (Sebastian kam auch endlich mit großen Augen zurück) Blick zu meinen Ruten und…., schöner Biss, also 50 Meter Sprint zurück, Anhieb, ja der sitzt, Butt 46cm kommt zum Vorschein, so kanns weitergehen. Stefan zieht noch einen 40er Butt ,Winnfried 3 massige Dorsche und Sebastian einen massigen Butt als Rainer zu mir kommt, willst du mal einen grossen Dorsch sehen? Häh? den hab ich doch selber für Sebastian rausgeholt, das hast du doch gesehen. Nene, einen richtig grossen Dorsch, schau mal bei Rolf vorbei. Also, Sebastian vergattert (werf mal einen Blick zu meinen Ruten) und ab zu Rolf, ich konnte es nicht glauben, neben ihm lag ein 70cm! Dorsch, den grössten den ich je aus der Brandung gesehen habe. Leider wurde es dann dunkel und die Nemos waren wieder da, haben um 20 Uhr abgebrochen, Grill an und bis 5 Uhr morgens den zwei Brandungsgrossdorschen unseren Respekt gezollt, aua!

Samstag, 10:30 Frühstück. Wollen wir heute mit`m Boot raus?, kurz an den Kopf gefasst, nene zuviel Seegang, also wieder in die Brandung, diesmal gings nach Vognsbjerg, ca. 13:00 Uhr waren wir am Strand, und die Krebse ha`m schon auf uns gewartet. Nachdem ich alle weiten ausprobiert habe (ohne Biss), stellte ich fest, je weiter raus desto weniger Krebse, also alles was die müden Knochen auf dem Steinstrand hergeben. Nach einiger Zeit kommt Rainer zum schnaken zu mir, als plötzlich meine Spitze zu wippen anfängt, Anhieb und ja das ist was dran, kurbel und 10m vor`m Ufer plötzlich fest, Mist, Schnur lose und Glück gehabt der Fisch hat sich selber befreit, Butt 46cm. Ne halbe Stunde später häftiger Biss, Anhieb und auch der sitzt, häftiges geklopfe zu spüren muss `n schöner Dorsch sein, und wieder 10m vor`m Ufer setzt sich das Blei in der Steinpackung fest, Dorsch kommt hoch dreht sich einmal und sagt auf Wiedersehen, schade war auch so 60cm+? schwer zu schätzen. Nächster Biss dasselbe Spiel, 10m vor`m Ufer Blei fest ein schöner Butt zeigt sich, kurz gezögert und ab ins Wasser, vielleicht reichen die Stiefel? natürlich nicht, aber den 44er Butt hatte ich und die Lacher auf meiner Seite auch. Nachdem ich mich dann umgezogen hatte, Winnfried fing in der Zwischenzeit auch einen schönen Butt und Rolf verlor einen schönen Dorsch, zog ich noch einen 40er Butt, alle anderen waren leider ohne Fisch. Es dämmerte und die Nemos kamen in solchen Massen, dass wir diesmal um 19 Uhr abbrachen.

Fazit

Relativ wenig Fisch, dafür die für Langeland bekannten grossen Butt und zwei Dorschhighlights vom feinsten. Ab Dämmerungsbeginn kann man das Angeln getrost einstellen, es sei denn mann will doublettenweise die kleinen Dorsche verangeln….?! Aber Spass ha`m wir gehabt und nächstes Jahr sind wir wieder da, ganz sicher.

Speziellen Dank noch an Torben aus Tryggelev wo wir auch die Hütte gebucht haben, gewohnt super Service! Gruss an alle Mepos Helge