Rund vier Stunden dauert der Flug von Deutschland nach Island. Das Land ist nicht nur für seine heißen Quellen und Geysire berühmt. Auch der Fischfang auf Island gehört zu den angesagtesten Adressen unter Angelfreunden. Auch besitzt Island einige der besten Lachsflüsse auf der ganzen Welt. Während an den Binnengewässern gegen eine Gebühr von zehn bis 35 Euro geangelt werden kann, ist das Angeln im Meer kostenfrei.

Island – Ein Paradies für Angler

Die Fischdichte vor Islands Küste ist riesig. Kein Wunder, dass in einigen Gegenden bis zu 70 Prozent der Isländer vom Fischfang leben. Neben Dorsch, Schellfisch, Seewolf und Seelachs warten auch Scholle und der König des Nordatlantiks, der Heilbutt, auf den Angler. Pro Tag und Boot sollen bis zu zwei Tonnen Fisch möglich sein. Der milde Golfstrom ermöglicht das Meeresangeln das ganze Jahr über. Bei der Einreise gilt übrigens zu beachten: Gute Reinigungsprodukte nicht vergessen. Angelausrüstungen müssen nachweislich desinfiziert werden. Außerdem müssen die Angellizenzen vorbestellt werden.

Die Top Angelplätze

Die besten Angelgebiete finden sich in der zerklüfteten Fjordlandschaft im Nordwesten der Insel. Hier schützen auch die hohen Berge vor der rauen Witterung. Die Gebiete Sudavik, Talknafjödur und Bildudalur versprechen die höchsten Fangquoten. Eine kleine Sensation auf Island ist der Fang eines Steinbeißers. Immer wieder werden diese Fische mit einem Gewicht von über 20 Kilogramm aus dem Meer gezogen. Für ein erfolgreiches Angelerlebnis sollte mit der Naturködermontage vorsichtig der Untergrund abgetastet werden.

Angelgerät

Als Rute empfiehlt sich beim Meeresangeln in Island eine rund zwei Meter lange Bootsrute. Sie eignet sich zum Pilken und zum Angeln mit Naturköder. Zum Grundangeln auf Plattfische dient eine Spinnrute mit bis zu 30 Gramm Wurfgewicht und einer Länge von drei Metern. Unabdingbar ist eine kräftige Multirolle mit 0,30 Millimetern geflochtener Schnur. Zum Spinnfischen reicht eine mittlere Stationärrolle mit 0,20er Geflechtschnur.

Köderauswahl

Als Köder dienen große Gummifische sowie 100 bis 300 Gramm schwere Pilker. Als Haken empfehlen sich die Größen 6/0 bis 10/0. Für Naturköder-Montagen eignen sich Bleie von 100 bis 250 Gramm. Die Naturköder können dabei ruhig ein Gewicht von ein oder zwei Kilogramm besitzen. Butthaken sind unverzichtbar für das Plattfischangeln. Aufgrund des sehr starken Windes an der Küste gehören Schussköpfe und Wattstiefel zur richtigen Ausrüstung des Anglers.

Möglichkeiten zur Übernachtung auf Island bieten Zeltplätze, Ferienwohnungen, Gästezimmer und Anglerhäuser. Dort kann die Scholle oder der Seelachs auch gleich geschmackvoll in der Pfanne zubereitet und verzehrt werden. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Reise mit einer geführten Angeltour zu verbinden. Insgesamt dürfen nur 16 Kilogramm Fisch aus Island ausgeführt werden.