Wahnsinn wenn ich da so aus dem Fenster schau der Sturm ist abgeflaut und die Sonne geht gerade auf, sowas erlebste nur in Norge. Gestern Abend hatte ich noch eine nette Unterhaltung mit Marian, er bat mich das ich seinen Jungs (die Ostfriesen Holger Und Olaf) mal zu einem großen Leng verhelfen kann, die Antwort fiel mir nicht schwer, na klar bei solch netten Kerlen.

Die beiden waren ein wenig enttäuscht was sie so in moment fangen, es ging ja auch recht wenig, schuld waren die heftigen Stürme der Vorwochen, denke ich mal so? Da es ja von Tag zu Tag besser wurde mit den Fängen. Sie hatten ja auch die Fotos von letztem Jahr im Kopf, dazu kann ich nur sagen letztes Jahr haben wir noch getoppt.

Das richtige Angelgerät für den großen Leng

Ja dann stiegen Olaf und Holger zu mir ins Boot, ein kurzer Gerätecheck ihrer Ruten und Rollen und los gings, hatte dieses Mal ein Bereich ausgesucht den ich im Mai rausgesucht hatte, wir hatten dort mehrmals heftigen Kontakt gehabt (dort haben wir immer ohne gefischt), ich war also recht zuversichtlich das da was geht. Kurz vor dem Hot Spot anhalten Gerät bereit gemacht und von mir eine kurze Einweisung wie sie fischen sollen, ich hielt mich wiedermal zurück mit dem fischen, ich wollte filmen und den Jungs Tipps geben, so nun die Drift abgescheckt und an den Bereich rangefahren, Kommando: Bleie ab wurde prompt ausgeführt.

Beide trafen ungeführ gleichzeitig unten auf, ich setzte mich neben Holger um ihm genau auf die Rute zu schauen und um hier und da ein Tipp abzugeben, beim zweiten anheben Biss und ab ging die Post, so jetzt halt aber gegen, ich rüber zu Olaf schaun was da nicht läuft, eigentlich lag er genau richtig, naja ich sagte zu ihm hol hoch um den Fisch von Holger nicht zu gefährden, der machte ein ziemlichen Tanz an seiner Rute (war ne schlabber Oceanic), beim hochholen stieg dann noch ein weißer Hai bei Olaf ein, großes gelächter an Bord. Ich begann nun zu filmen um die Szenen mit Holger im Kasten zu haben, schien nicht schlecht zu sein der Fisch, Minuten später durchbrach er dann die Wasseroberfläche, rein ins Boot mit ihm, nicht schlecht das erste mal in Norge und gleich ein Leng mit 18 kg.

Zurück, am Hafen angekommen kamen alle zusammen und bestaunten wiedermal die fetten Dinger “so schnell seid ihr wieder da”. Ich bin denn kurz darauf mit Karl nochmal raus, ich hatte mir für den Urlaub eigentlich vorgenommen die 25 kg zu knacken, ich wählte dafür ein spezielles Vorfach wobei der Köder extrem groß ausfallen kann und die Montage trotzdem gut in der Strömung spielen kann, trotzdem ich eigentlich der Meinung bin, was man dem Leng vors Maul schiebt frißt er ob groß oder klein, altes oder frisches Filet oder Kopf!

Hot Spot für Leng mit Fanggarantie

Dieses Mal fischten wir im Bereich von 90 – 110m! der Bereich wurde erstmal mit einer Montage wie ich sie zum suchen von Lengplätzen verwende abgetastet, es dauerte nicht lange und es rummste, wieder einmal lag ich genau richtig, also Montage hoch neues Vorfach ran, Punkt anfahren und runter, ich war noch gar nicht auf dem Grund da stieg bei mir was mit ungeheurer Wucht ein und ging mit dem Köder Richtung Grund, nach heftigen fluchten ging es dann aufwärts, nach ca. einer halben Stunde tauchte dann ein Leng von 27 kg neben dem Boot auf.

Karl schaute nur zu, ihm schmerzten noch die Arme, aber irgendwie wurde es mir langsam unheimlich, das war jetzt schon der vierte Hot Spot den ich da ausmachen konnte, hat sich die nächsten Tage auch bestätigt, war das nur Glück oder wu?ße ich jetzt einfach wonach ich suchen muß? Am Hafen dann die üblichen Fotos usw.

Bernhard und seine Crew kamen auch gerade rein und legten ein paar schöne Lumbs und ein Haufen Lengs in größen bis 1 m hin, jetzt ging es für sie aber los zum filetieren, sie wollten ihre Kisten ja voll machen, ich hab da nicht so lust zu. Wir gingen dann auch rein in die Hütte und bereiteten den Kasslerbraten für abends vor, die Ostfriesen saßen immer noch auf der Terrasse und begossen die Fänge von heut morgen, schnell saßen wir dabei und ließen den geilen Tag revue passieren.

Das war der vierte Teil meine Angelberichts der Leng Tour nach Kvenvaer auf Hitra