Gewinnerreise der Angelsuchmaschine. Das hätte ich nicht gedacht, einmal eine Reise zu gewinnen, das hat schon was. Mit etwas Glück konnte ich in diesem Jahr zweimal nach Norwegen reisen. Da unsere, mittlerweile, Partnerseite eine Reise verloste, an der einige andere Angler und ich teilnahmen. Nachdem dieses Gewinnspiel nun beendet war und die Gewinner feststanden bekam ich bescheid das ich mit einem weiteren Sportfreund reisen durfte da der angeheuerte Guide ausfiel.

Trysnes Mariner in Südnorwegen 2001

Mariner Trysnes in Südnorwegen - Foto © MaBoXer

Mariner Trysnes in Südnorwegen – Foto © MaBoXer

Super, so konnte ich meinen Freund und Kameraden Jan Peter mit nach Norwegen zwingen. Wir waren ja schon gemeinsam im Juli in Solvàg, aber überreden brauchte ich Ihn nicht, er war hellauf begeistert über diese “Einladung” meinerseits. Nach den Terminabsprachen mit den anderen Gewinnern hiess es also am 14 September 01 für uns zum zweitenmal “Leinen Los und ab durch die Mitte” Richtung Norge.

“Günthers Angelreisen” war der Reiseveranstalter über den diese Reise gebucht, organisiert und geleitet wurde. Abfahrt in Deutschland wie gesagt am Abend des 14.09. Richtung Kristiansand. Wir konnten in eins durch nach Hirthals, ohne Probleme und ohne Stau kamen wir an Dänemarks nördlichster Spitze an. Das Einchecken und verladen war Routine und ging auch ohne grosse Probleme von statten. Zu der Überfahrt allerdings kann ich nichts schreiben, ich habe die gesamte Überfahrt verpennt. In einer Ecke, auf einem Flur mit 1000 von Spielautomaten hatte ich mir einen Ruheplatz auf dem Fussboden gegönnt uns durchgeratzt.

Auch in Norwegen angekommen, gab es keine Probleme. Durch eine tolle und 100 prozentige Anreisebeschreibung von “Günthers Angelreisen”, fanden wir die etwas versteckte Mariner sofort und ohne uns zu verfahren. Trysnes ist nun wirklich nur ein Katzensprung von Kristiansand entfernt. Dor angekommen wurden wir von Keneth begüsst und zu unserem Quartier gebracht, wo Günther etwas verschlafen und in Empfang nahm. Die Nächte in Norwegen sind nicht nur kurz, sondern auch hart. Nachdem wir unser Gepäck ausladen hatten, und uns etwas aklimatisiert hatten, begutschteten wir zun&aum;chst unser, im Gewinn enthaltenen Motorboot und die Örtlichkeiten der Mariner. Das Wetter war die ganze Woche fast vorbildlich, bis auf einige kurze Sturmböen und Regenschauer.

So fuhren wir also mit unserem Motorboot die ersten Tour, zum kennenlernen, in die Schären vor dem eigentlichen Fyord. Achtung, nichts, absolut keinen Fisch. Der erste Tag war ein Flopp. Nagut, kann ja mal sein am ersten Tag. Schliesslich muss man das Gewässer zunächst kennenlernen und die Fangplätze sondieren. Nur leider blieb es die übrigen Tage auch so schlecht mit den Fischen. Auch unsere Kameraden die wir kennenlernen durften, An dieser Stelle: Herzliche Grüsse an unsere Reisebekanntschaften aus ganz Deutschland und Sachsen” hatten mit Ihren Dieselschnecken, mit denen Sie etwas weiter rausfahren konnten, fast nur Makrelen und ab und zu mal einen etwas grösseren Seelachs, Dorsch oder Leng. Aber ehrlich nichts berauschendes. Ich war nach 2 Tagen ohne Zupfer auf See so frustriert das ich an Land blieb und mein Glück auf dem Steg vor unserer Hütte testete. Und das mit mehr Erfolg als draussen auf See.

Der Steg direkt an der Wohnung Trysnes - Foto © MaBoXer

Trysnes – Foto © MaBoXer

Tja, ich fing mit dem Kameraden aus Sachsen 😉 an diesem Tag mehr als die Sportfreunde mit Ihren Booten, allerdings zum Grösstenteil Hornhechte. Einige schöne Seelachse und Makrelen waren aber auch immer mit dabei. Ich war begeistert, dass machte Spass und so blieb ich am nächsten Tag gleich morgens am Land, auf dem Steg und konnte ich, neben “Walter” aus dem Schwarzwald, einen herrlichen erfolgreichen Angeltag auf dem Steg verbringen. Auch unsere Sächsischen Freunde versuchten Ihr Glück vom Land aus.

Trysnes © MaBoXer

Vom Steg in Norwegen super gefangen © MaBoXer

Bei herrlichen Sonnenwetter erwischte ich 36 Hornhechte, 8 Makrelen und 2 Seelachse. Das alles an einem Tag, mit der Spinnrute und Wasserkugel, Köder = Makrelenfetzen in 1,5 bis 4 Meter Wassertiefe. Da es am Steg gleich auf 12 Meter abfällt versuchte ich es natürlich weiter draussen auch auf Platte, ich fing 5 Stück, davon waren 2 Top. So hatten Jan und ich wenigstens etwas Glück mit den Hornpupern und Makrelen. Ist zwar nicht viel für Norwegen, aber immer noch mehr als unsere Freunde vom Boot aus fingen. Einen Tag wollten wir wenigstens auch mal das Brandungsangeln versuchen. Wann kommt man schon dazu dies in Norwegen zu tun. Allerdings stellte sich heraus, dass es garnicht so einfach ist in Norge einen Angelplatz zum Brandungsangeln zu finden. Das es fast überall schnell tief wird, ist nicht das Problem, aber einen Platz ohne Riffs und Steinkanten zu finden wo der Grund über eine Geröllkante gleich um 10 Meter abfällt. Wir hatten Glück, dank unseren Kameraden Vorort und Hannos Tip, versuchten wir Mandal. Super, ein Sandstrand wie in der Karibik, eine herrliche Bucht mit feinem Sand und etwa 10 Meter Wassertiefe in Wurfweite. Dazu rechts eine Hafenausfahrt mit einer kleinen Mole.

Strand von Mandal in Norwegen © MaBoXer

Strand von Mandal in Norwegen © MaBoXer

Ein wunderbarer Platz. Leider konnten wir hier nicht lange fischen, da mich die Hexe geschossen hatte, und ich nach 4 Stunden am Vormittag das Handtuch warf. Immerhin hatten wir jeder ein paar Platten und noch eine Makrele auf Makrelenfetzen erwischt. Am letzten Tag wollten wir noch einmal einen anderen Angelplatz ausprobieren, da der Steg in Trysnes nun leider jeden Tag voll von Anglern war 🙂 Warum auch immer !? So beschlossen wir am letzten Tag zu dem Krabbenhafen zu fahren. Gesagt getan, rein ins Auto und schwupp standen wir an einem Hafenbecken mit einer Klasse Pier. Keine anderen Angler aus wir und auch kein Lärm. Es war herrlich ruhig, so das wir mit dem Auto direkt bis an den Anleger fahren konnten und nurnoch die Stühle und Angeln aus dem Auto holen mussten.

Angeln im Krabbenhafen in Norwegen © MaBoXer

Angeln im Krabbenhafen in Norwegen © MaBoXer

Als wir zurück kamen, zur Mariner, stellten wir fest, dass der Steg den ganzen Tag mit etlichen Anglern besetzt war und die Jungs nur sehr mässig gefangen hatten. Unsere Eimer waren wieder mit über 50 Hornhechten, 12 Makrelen und 2 Seelachsen gefüllt. Also hatten wir wieder keinen schlechten Platz erwischt. Die Heimreise traten wir mit 3 vollen Kühlboxen an. Wir verabschiedeten uns von allen Freunden und den Mitarbeitern der Mariner, wir freuten uns jetzt doch auf Zuhause und unsere Familien. Dank meines Hexenschusses schnappte ich mir auf der Fähre gleich die erste Sitzbank die ich fand und legte mich zur Ruhe. Super ,als ich aufwachte waren wir bereits in Dänemark und Jan Peter erzählte mir das die Überfahrt mehr als heftig war. Ich hatte nichts mitbekommen und war nur noch müde.

Fazit: Dank der mangelnden Fischfänge konnte ich mir das erstemal etwas mehr Zeit für die Umgebung in und um Trysnes nehmen. Es hat sich gelohnt auch mit dem Auto etwas weitere Strecken zu fahren. Es erwartet den Urlauber dort eine wundervolle Gegend, tolle und verträumte Häfen, herrliche Wälder und Berge. Wir sammelten Pilze die wir uns Abends frisch in der Pfanne brutzelten. Leider mussten wir feststellen das die anderen beiden Gewinner kurz vor der Abreise sich, aus privaten Gründen, abgemeldet hatten? Tja, Pech gehabt, es wäre lustig geworden, für uns jedenfalls war es so. Für den momentanen Fischmangel kann leider keiner etwas, ich wäre allerdings lieber nächstes Frühjahr gefahren, dieser Termin wurde für September 01 festgelegt, mehr oder weniger wegen der zwei anderen Gewinner die dann nicht kamen, Toll!? Die Mariner lohnt sich für einen Urlaub auf jeden Fall, allerdings nicht unbedingt zum Angeln im Sommer. Wer also mehr an seine Filets denkt und an eine volle Truhe, sollte im Frühjahr oder Herbst hinfahren. Die Ferienanlage selbst ist der Wahnsinn, mir hat die Anlage sehr gut gefallen. Die Mitarbeiter, das Team ist sehr höfflich und hilfbereit, auch ier kann ich sagen, dass ich noch nie besser versorgt (umsorgt) wurde. Für alle interessierten, jeden Morgen gab es frische Brötchen !! Die Boot sind in einem Topzustand und werden regelmässig gewartet und gepflegt. Auf die Sicherheit der Angler und Bootsführer wird in der Mariner sehr viel Wert gelegt. Also alles in allem ein erholsamer Urlaub.

Ich spreche auch für Jan Peter, wenn ich sage: “herzlichen Dank an die Angelsuchmaschine die diese Reise möglich machte. Vielen Dank für die Gastfreundschaft an das Gesamte Mariner Team. Und viele liebe Grüsse an alle Sportfreunde die wir dort kennenlernten.