Benzinkocher „Dragonfly®“ von MSR®. Letztes Jahr standen mehrere 2 oder 3 Tagestouren auf dem Programm, wo ich mir überlegt hatte, einen Kocher zuzulegen. Er sollte leicht zu handhaben sein, sparsam im Verbrauch und gleichzeitig sehr Leistungsstark. Da blieben dann nur 2 Möglichkeiten offen: Gas- oder Benzinkocher. Bei der vielfältigen Auswahl war es wirklich schwer den Kocher zu finden, der in mein „Sortiment“ passt, und da ich bereits eine Benzinleuchte im Gebrauch habe, fiel meine Wahl dann auch auf die Drachenfliege von MSR®.

Benzinkocher DragonFly®

Vorweg: es ist wohl der Rolls Royce unter seinesgleichen, nicht nur wegen des stolzen Preises von mittlerweile fast 300,- im Fachhandel, sondern auch wegen der Verarbeitung und des Materials. Alu, VA, Messing und Kupfer. (Für „Insider“: dieser Kocher gewann den European Outdoor Award) Die Vorteile des Kochers liegen nicht nur in seiner kompakten Bauform (Brennereinheit und Brennstofftank sind getrennt), und der Leistungs – stärke, sondern vor allem in der Regulierbarkeit. Wie viele andere Modelle hat dieser Kocher keine Probleme damit, vom Teelicht zum Schneidbrenner stufenlos superleicht reguliert zu werden. Das Benzin-/Luftgemisch wird nicht am heißen Generator reguliert, sondern schon vorher im „kalten“ Zustand. Die Handhabung ist ebenso einfach: die Pumpe wird in die Brennstoffflasche eingeschraubt und mit dem Schlauch an den Brenner angeschlossen. Mit Brennspiritus wird der Glasfaserdocht unter dem Generator getränkt und entzündet. Nach einigen Minuten ist der Generator warm und man kann das Ventil öffnen. Brennt die Flamme blau und gleichmäßig, kann mit der brutzelei begonnen werden.

Wartungsarbeiten fallen kaum an: das Pumpenleder muß ab und an mit Öl gefettet werden und man sollte den grossen Topfstand abwischen. Dank einer Schütteldüse braucht man sich über verstopfte Düsen keinen Kopf zu machen. Ist grade kein reines oder bleifreies Benzin zur Hand, kann man die Düse auswechseln gegen eine andere austauschen (im Zubehör enthalten) und Petroleum, Diesel oder Kerosin verfeuern. Vorteil: der Wirkungsgrad ist etwas höher und man kann mit der gleichen Menge Brennstoff mehr Wasser erhitzen. Nachteil: mehr Rußbildung. Aber zum reinen Wasser kochen oder Dosensuppe heiß machen ist der Kocher fast zu schade. 😉 Am besten, man nimmt eine kleine Pfanne mit und braet seinen frischgefangenen Fisch gleich vor Ort. Pfannen bis 24 cm Durchmesser sollten kein Problem sein, vorrausgesetzt, sie haben eine gute Wärmeverteilung, wie beispielsweise Pfannen aus Duossal, einer Verbundmaterial von Kupfer (außen zur Wärmeverteilung) und Edelstahl (innen, kratzfest und lebensmittelecht).

Franky