Durch eine wunderbare Begebenheit bin ich zu diesem edlen Belly-Boot Floatmaster XL ® Tubeless gekommen. Ich hoffe euch mit diesem Testbericht einen kleinen Vorgeschmack zu geben und eventuell Vor- und Nachteile aufzeigen zu können.

Hier zunächst die Beschreibung aus dem entsprechenden Onlineshop. So wird es dort beschrieben und dies sind die prüfbaren Eckdaten. Da die Tragkraft mit 200 Kg angegeben wird, sollte es für mich kein Problem darstellen das Belly Boot zu testen.

Mein neues Belly-Boot Floatmaster XL ®

Mein Belly-Boot Floatmaster XL Tubeless © MaBoXer

Mein Belly-Boot Floatmaster XL Tubeless © MaBoXer

Das Floatmaster XL ® ist aus sehr stabilem, doppelwandigen PVC hergestellt. Sehr einfach aufzupumpen und mit Paddeln an der Seite ausgerüstet. In auffälligem fluoreszierenden gelb für bessere Sichtbarkeit auf dem Wasser ausgestattet.

  • 1500 Denier*, doppelwandiges PVC
  • Sehr einfach aufzupumpen, durch die komfortablen Bajonett-Ventile
  • Mit “Drift Kielen” an der Unterseite, um Seitenwind besser widerstehen zu können.
  • In markantem fluoreszierenden gelb mit fluoreszierenden Streifen auf der Rückseite und an den Seiten für zusätzliche Sicherheit und Sichtbarkeit.
  • Paddeln auf beiden Seiten für längere Strecken und fließendes Wasser
  • Genügend Stauraum
  • Tragkraft: 200kg

UVP: 579 €
Quelle: Bellyboot.de

Einführung:

Es hat wirklich sehr lange gedauert bis ich endlich mal wieder Zeit hatte um so einen Test durchzuführen und das hat mich wirklich genervt. Ich kam absolut nicht ans Wasser um endlich mal wieder zu angeln und schon gar nicht um mein Versprechen zu erfüllen, dieses Belly Boot zu testen. Das doppelwandige PVC sollte eine Tour auf der Ostsee wohl aushalten und so wollte ich mich wie vor vielen Jahren auch schon, auf den Weg zum Hornhecht, Meerforellen und Dorsche blinkern machen. Doch vor dem Spaß kommt bekanntlich die Arbeit! In diesem Fall der erste Test mit möglichst guten Fotos auf dem trockenen.

Auspacken: Was kommt da alles zum Vorschein

Belly-Boot der Inhalt © MaBoXer

Belly-Boot der Inhalt © MaBoXer

Ich wollte nicht ins kalte Wasser springen und habe bei mir zuhause auf dem Hof einen “Trockenlauf” gestartet. Das heißt für mich erst einmal alles auspacken, anschauen und zusammenbauen. So weiß ich am Wasser wenigstens das alles dabei ist und wie alles zusammengehört. Was ich wirklich nicht mag, ist am Fischwasser zu sitzen und nicht angeln zu können, weil irgend ein blödes Teil fehlt. Also einmal alles für den Einsatz prüfen.

Belly-Boot Test Blasebalg © MaBoXerDer riesige Karton lag nun vor mir auf dem Rasen. Auspacken ist angesagt und prüfen ob alles drin ist. Auf den ersten Blick war alles dabei. Aber als ich den Blasebalg sah, habe ich mit dem schlimmsten gerechnet. Wie um alles in der Welt soll ich mit dem Spielzeug so ein Boot aufblasen?

Dazu komme ich aber erst später. Zunächst fehlt mir beim auspacken ein Gesamtbild (Foto in DIN-A 4) um zu sehen wie und wo alles hingehört. Nicht das ich zu blöd bin das BB auch ohne Foto zusammen zu setzen, aber es ist wie ein kleines Puzzle zu legen ohne das Bild zu sehen.

Belly-Boot Test Ventile © MaBoXerDie erste Kammer hatte ich bereits aufgepumpt und den Balg abgezogen, ich stelle fest: “ich bin wohl doch zu blöd”, die Kammer war in Sekunden wieder leer. Ich hatte schlicht vergessen das Ventil freizugeben, so das es durch den Innendruck automatisch schließt wenn der Schlauch abgezogen wird.

Ein einfaches kurzes drehen lässt das Rückschlagventil herausspringen und funktioniert anschließend auch einwandfrei. Nun konnte ich alle aufblasbaren Element aufpumpen. Das Belly hat zwei Kammern, eine kleine (1/4) und eine große (3/4). Die Sitzunterlage und den Sitz selber konnte ich ebenfalls sehr schnell und stramm aufblasen. Ich finde das Material ist absolut stabil, fest und die Verarbeitung ist erstklassig.

Belly-Boot Test von Oben © MaBoXer

Belly-Boot Test, Blick von Oben © MaBoXer

Mein erster Eindruck, von dem enthaltenen Blasebalgs, hat mich getäuscht. In Windeseile hatte ich die Element mit Luft gefüllt.

Einsatzbereit

  • Auspacken: 5 Minuten
  • Aufblasen: 15 Minuten

Zusammenpacken

  • Luft ablassen: 5 Minuten
  • Verstauen: 5 Minuten

Wie in vielen anderen Fällen auch, bekommt man die Teile nie wieder so zusammengelegt wie sie beim auspacken waren und auch bei mir passte das Belly-Boot anschließend nur mit Mühe und Not wieder in den Karton. Hier noch ein paar Bilder von der Fotostrecke. Zur Großansicht einfach auf ein Bild klicken.


Einsatz: erstmal zum See

Der nächste Schritt soll nun interessanter werden. Es erwartet mich der Test auf dem Wasser. Da ich aber nicht wie ein Anfänger gleich mit einem unbekannten Gefährt auf die Ostsee rausstürme, kommt das Belly Boot zunächst in einem heimischen See in Scharnebeck zum Einsatz. Leider muss ich einen Testbericht Teil II veröffentlichen, da ich bis Dato keine Freigabe des Angelvereins habe um auf unserem See zu schippern (Angeln vom Boot verboten). Da ich eine schriftliche Ausnahmegenehmigung vom Vorstand benötige. Eventuell muss ich doch einen ersten Testlauf direkt auf der Ostsee machen, dazu werde ich mich dann aber mit einigen Freunden zum Angeln verabreden, falls doch was passiert. Außerdem können die dann gleich noch Fotos machen.

Abschluss: Fazit zum Testlauf


Was mir fehlt oder nicht geht

  • Ein DIN-A 4 Gesamtbild für den Aufbau.
  • Einen festeren Boden in den seitlichen Taschen.
  • Die Bugtasche ist unvorteilhaft zu öffnen, da der Reißverschluss und die Öffnung zum Sitz hin angebracht sind.
  • Die Klettbänder zwischen Sitz und der Unterfläche haben bei mir nicht gehalten und beim tragen auf dem Rücken fielen beide Teile ab.
  • Eine Bohrung des einen Paddels passte nur mit Gewalt auf die Halterung.

Preis-Leistung Vergleich

Nehme ich ein ähnliches (baugleiches) Boot zum Vergleich, so könnte ich mir als Beispiel das Belly-Boot von Grauvell ® bei Amazon® anschauen, es wird dort von einem Verkäufer etwas unter dem Preis des Bellybootshop`s angeboten, aber schaue ich mir den Verkäufer genauer an (am 04.10.16) hatte dieser gerade einmal drei Bewertungen in den letzten 12 Monaten. Unterschiede sind in der Frontablage (kleiner Rand) und im Bug ist ein Auffangnetz statt einer Tasche. Auch wenn ich kein Preisjunkie bin, muss nicht immer der günstigste Preis am Ende auch der Beste sein. Ein seriöser Verkäufer der sich auf mein Produkt spezialisiert hat, Erfahrungen hat und nicht nur mal eben ein BB verkauft, ist mir allemal lieber, als etwas zu sparen.

Eine wirkliche Alternative für Angler mit Platz im Auto ist eventuell dieses, dass etwas größere Objekt, ein Schlauchboot. Ich schaue mir diesen Artikel mal genauer an. Das komplette Set scheint recht günstig zu sein, auch wenn einige Kommentare bei Amazon® etwas merkwürdig klingen. Der Stauraum und das Gewicht sind bei der Entscheidung zwischen BB und Schlauchboot die eigentlichen Faktoren und nicht der Preis. Schnelles auf- und abbauen – der Transport – der Stauraum und die Handlichkeit sprechen deutlich für ein Belly Boot.


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Das Floatmaster XL im Bellybootshop