Um 2:30 Uhr aufstehen und meine drei Beifahrer einsammeln. Toll, alle sind pünktlich. Gegen 04:00 Uhr lassen wir die Stadtgrenze von Berlin hinter uns Richtung Warnemünde. Eintreffen am Wasser 6:30 Uhr. Boot ins Wasser und los, aber halt ich fühl mich nicht so gut, kann ich nicht an Land bleiben? Ich will Euch nicht den Tag verderben! Na klar (um so mehr Platz im Boot), wir melden uns 1 Std. vor Rückkehr das Du am Auto bist. Jetzt aber los. Der zweite Neuling, hoffentlich sind die Wellen da draussen nicht zu hoch, (oh mann).

Ein Bisschen Wind in Warnemünde

Ein Stück die Warnow hoch und raus auf die Ostsee: Die Wellen gehen ja, aber bleib mal unter Land und hoffentlich nimmt der Wind nicht zu! Ich ahne Schlimmes! 1 Stunde Fahrt, zum Teil geschleppt und kein Dorsch unterwegs eingesammelt, was ist los, na ja es standen auch überall Netze, da war mir schon klar unter Land das wird heute nichts. Also weiter raus willst du wirklich, na klar Micha hast du angst? Nein, aber wenn der Wind stärker wird ! Wir fahren erst mal bis zum Netz da hinten da probieren wir mal vielleicht gibt es da endlich Fisch. Gesagt getan, drei vier Würfe, Mann auf was wollen die Dorsche heute beissen? Sonst hat Manne immer den ersten Fisch, aber diesmal war es nicht so! Micha mit seiner komischen orangeroten Farbe hatte plötzlich seine Rute krumm, dann Manne und nun ging es Schlag auf Schlag. Ich wusste schon immer, dass Micha angeln kann, aber der Spruch “ich habe jetzt 9 Stück, Du kannst mich ans Ufer fahren”, gab mir noch nicht zu denken!!! Endlich mein erster Fisch auf Blech. Manne hat zur gleichen Zeit einen guten 70er direkt am Boot verloren, er wollte den Kescher nicht nehmen, so etwas wird gleich bestraft. Wir fuhren Stück für Stück weiter raus auf die offene See. Micha “Du weißt aber wo unser Hafen ist?! Na klar, nach dem Kompass müssen wir in Richtung 200 bis 270 Grad fahren, damit wir den Hafen erreichen”, “wenn du meinst!!” Du musst es ja wissen!!!!! Aber hier und da kein Dorsch. Es war zum Mäuse melken.

Plötzlich tauchte eine Anka auf in unserer Nähe, ich sagte, so lebensmüde bin ich nicht, wenn der zwei Wellen bekommt, ist der voll! Auf der rechten Seite sahen wir zwei Boote, die schon längere Zeit auf einer Stelle angelten. Wir beschlossen, da hinzufahren. Unterwegs nahm der Wind zu und somit wurden auch die Wellen ein bisschen höher. Bei den anderen Booten angekommen, war im Nachbarboot eine Rute krumm, aha doch Fisch!! Erster Wurf, zweiter Dorsch. Manne endlich seinen ersten! War der glücklich, sonst kommt immer der Spruch “hier fahr ich nie wieder hin”, endlich auch mein dritter Dorsch. “Du, wollen wir nicht wieder unter Land fahren?“ Manne guckte irritiert und ich fragte, ist dir schlecht? Nein und die Wellen machen mir auch nichts aus aber!!!! Wenn der Wind dreht, was machen wir dann? Wir fahren langsamer zurück, ach lass uns mal lieber unter Land fahren. Ich erfüllte Micha seinen Wunsch.

Er weiss seinen neuen Spitznamen noch nicht. Ab jetzt “Welle”, vielleicht liest er ja den Bericht von mir und ist sauer! Egal!!!!! Zurück haben wir dann noch geschleppt, ich habe einen verloren (man kann nicht steuern und gleichzeitig drillen) und Manne fing seinen zweiten Dorsch. Heute früh noch mal mit Manne gesprochen, wir fahren in Zukunft nicht mehr mit Weicheiern angeln !! Tja so kann man was erleben.