Nachdem wir uns fast eine Woche auf den ersten Meeresanglerportal Brandungsangelcup vorbereiten konnten, stand nun Freitag der 04.11.2005 an. Wir holten unsere bestellten Wattwürmer in Heiligenhafen ab und machten uns auf den Weg nach Grube, wo im Haus des Gastes Treffpunkt war. Da die Strecke doch schneller zu fahren war als gedacht, bogen wir vorher ab um uns erst mal den Strand von Rosenfelde anzuschauen, wir kannten ihn nur vom Hören Sagen.

Mepo Cup , der Veranstaltungstag

Als wir auf dem Parkplatz ankamen, stand nur ein Wagen da, mit großer Aufschrift: unbedingt anklicken meeresangler.com. Zu Frank meinte ich:”schau an, da macht auch einer Strandspionage” Als wir aus unserem Auto mit der Dachbox ausstiegen, kam auch schon der vermeintliche Besitzer die Düne herunter. Wie sich gleich klarstellte, war es Marco unser Ordner, der aufpaßte, daß der Strand auch nur uns an dem Abend gehörte und nicht von anderen vermint wurde.

Marco gab uns schnell eine Übersicht und erzählte uns, daß Karsten unser Meeresheini, gestern 18 maßige Dorsche beim Probefischen gefangen hatte, obwohl die Bedingungen nicht die Besten waren. “Mensch das Wasser steht sonst viel höher, da mußte volle Pulle raushauen”, was sich später bewahrheiten sollte. Nach der ersten Einweisung gings` wieder ins Auto und ab nach Grube.

Am Eingang empfingen uns Claudia und Karsten, die uns unseren Tip zum Fischlotto abnahmen. Im Gegenzug gab es eine Überraschungstüte für den Herrn und ein T-Shirt unserer MEPOs. So langsam füllte sich der Raum, so dass es mit der Einteilung der Sektoren und dem Zusammenlosen der Angelpartner losgehen konnte. Es angelte jeweils ein Anfänger mit einem Fortgeschrittenen. Es sollte nicht ein Einzelkampf sondern ein Gemeinschaftsangeln sein, wo die Fairnes und der Spaß im Vordergrund stehen sollten.

Nach der Einführung hieß es aufsitzen und nach Rosenfelde düsen. Geangelt wurde Rosenfelde rechts und links. Ich zog Rosenfelde links B8 und mein Partner sollte Karsten sein. Frank wurde Timo (TimmyOH) zugeteilt. Die Beiden durften in A1 Platz nehmen. Also Gerödel auf den Buckel und ab nach B8, was ziemlich nah am Zeltplatz war, ganz schöner Anmarsch, aber das warn ma` ja gewöhnt. Ich baute meine Ruten auf, da fast keine Brandung war, entschied ich mich für die weicheren Spitzen, vielleicht liegt ja irgend wo ein Butt in der Nähe! Um 17 Uhr flogen die Montagen in die See und Karsten kam mit viel Gepäck mit Marco und Claudia zu mir, sie hatten es nicht eher geschafft. Da ich mich dummerweise direkt an die Markierung gestellt hatte, ausgemacht waren wohl zwanzig Schritte nach links und rechts, baute Karsten trotzdem sein Dreibein keine 15 Schritt neben mir auf, so konnten wir uns gut unterhalten. Auch seine Montagen flogen weit hinaus in die See und ehe er alles gerichtet hatte, wippte schon die Spitze. Ich staunte nicht schlecht, vor allem da er nicht gleich die Rute nahm, sondern wie beim Aalangeln den Dorsch ziehen lies. “Schau mal wie der zieht und Schnur nimmt” so gings´ bei Ihm Schlag auf Schlag, ja sogar Doubletten waren dabei und das keine 15 Meter neben meinen Ruten.

Mit Ach und Krach konnte ich meinen ersten Dorsch drillen. Maßig, na wenigstens einen. Da sich bei mir danach nicht mehr all zuviel tat, konnte ich mit Karsten klönen, was sehr interessannt war und ich um einige Dinge schlauer wurde. Er bot mir ein System von seinen an und siehe ein weiterer Dorsch konnte in meiner Tasche landen, danach war wieder Ruhe. Mittlerweile kam Claudia und Marco völlig geschafft zu uns und sahen den Berg Fische die in Karstens Kiste lagen. Daraufhin mußten sie sich erstmal ein Pils genemigen, weißer Rauch wie im Vatikan stieg um sie auf, so zischte und perlte es. Danach gings rann an die Arbeit, weiter hinten saß noch Aga, der ja auch noch den ein oder anderen Fisch im Eimer hatte.

Unser Nachbar von B7 schaute bei uns vorbei und staunte auch, da es weiterhin ununterbrochen an Karstens Ruten zog, bei ihnen war es auch eher verhalten. Nach dem Klön nahm Karsten meine Rute und donnerte sie mit voller Wucht hinaus und siehe da es fing sofort an mit beißen. Das war es also, die Wurfweite. Ich konnte meinen dritten Maßigen randrehen. Zum Ende hatte ich vier, einer unter 38 cm, Karsten 21 Dorsche und noch einige Nemos. Danach gings ab zum Parkplatz, wo wir uns auch noch im Weg irrten, er tat mir wirklich leid mit seinem Fischgewicht. Am Auto angekommen, wartete Frank schon eine Weile und war mit sich auch ganz zufrieden.”Drei Dorsche und ne´ Platte” alle Achtung einer mehr als ich. So belegte er mit Timo Platz 15, in der Einzelwertung Platz 19. Ich konnte mich über einen 25. Platz freuen, mit Karsten zusammen über einen 6.

Mepo Cup 2005 © redington04

Mepo Cup 2005 © redington04

Im Lokal wieder zurück, wurde unser Hunger mit Grillgut gestillt und zur Siegerehrung nach den ersten Plätzen, hatte ich durch das Los noch Glück, mir eine Vorfachtasche aussuchen zu dürfen, Frank trug auf seinem Buckel ein schönes Dreibein nach Hause. Danke noch mal an die Sponsoren! Hochzufrieden, einen erfahrungsreichen und schönen Wettkampf gehabt zu haben, suchten wir im Dunkeln unser Auto und fuhren in unser Quartier nach Marienleuchte.