Samstag 12.02.2005 Abfahrt Eyendorf um 03:45 Uhr. Jens und Gunter sind schon völlig fit und Jens erzählt schon von den Dickdorschen die er heute fangen will. Gunter ist ganz still, da Jens von Dorschen um die 15 kg erzählt. Nun ja, er ist das erste Mal dabei.

Dorschangeln auf der MS Silverland

Wir treffen die anderen 6 um 05:00 Uhr am Rastplatz Neustadt. Alle sind voller Vorfreude auf den Tag und reden nur von vollen Fischkisten. Na ob das wohl was wird? Kurz vor 06:00 Uhr sind wir am Kai. Nun aber nichts schnell auf die MS Silverland um Plätze zu sichern. Der erste Reinfall des Tages: Die Plätze am Bug und Heck sind bereits am Vorabend reserviert worden. 07:00 Uhr Abfahrt. Alle sind bester Laune. Die ersten Kurzen machen die Runde. Das Wetter ist optimal. Windstärke 4. Die MS Südwind fährt direkt vor uns.

09:30 die erste Anlaufstelle ist erreicht. Der Wind frischt auf. Voller Erwartung werden die Pilker ins Wasser gelassen. Mein Nachbar erzählt mir vorher noch von den tollen Fängen der Vorwoche; 1x 15kg und 23,5kg. Bei uns passiert nichts. Jens schaut nach dem ersten Halt schon mißmutig aus der Wäsche. Der Wind wird stärker. Beim zweiten Halt hat Jens den ersten Biss. Ein dorsch von ca 50 cm erscheint an der Oberfläche. Wie Jens so ist meint er , er bräuchte kein Gaff. Das war es denn auch. Zumindest hat er schon mal nen Dorsch an der Oberfläche gesehen. Der Wind frischt weiter auf. Die Drift ist so stark, dass 100g den grund nicht mehr erreichen.Einige “Mitreisende” werden bereits blaß im Gesicht. Nach 2 Stunden Angelei sind von 22 Angelern nur noch 9 am Pilken, der Rest füttert entweder die Dorsche oder labt sich im Warmen am Kaffee bzw. Hochprozentigen.

Die Pilkergewichte sind inzwischen auf 200g angewachsen aber kein einziger Dorsch ist an Bord. Inzwischen ist die ganze Hochseeangelfahrt zur Sonntagnachmittag Kaffeefahrt ausgeufert. Angeln ist kaum noch möglich und so kehrt die Silverland gegen 15:30Uhr mit einem gefangenen Dorsch auf dem ganzen Schiff in den Hafen zurück. Schade, gerade heute hatten wir 3 Frischlinge dabei, die das Kutternageln kennenlernen wollten. Ob sie wohl noch einmal einen Versuch starten. Das schlimmste ist noch, dass Jens beim Gang zum WC ausrutscht und so unglücklich fällt, dass er, wie sich am Tag darauf herausstellt, einen Meniskusan- und einen Bänderriss davonträgt.

Sicherlich werden wir noch lange von dieser Tour erzählen, ein Erlebnis war es allemal, dass die mit der großen Klappe ab Windstärke 7 doch sehr ruhig waren, obwohl sie den Mund ziemlich voll nahmen (grins). So, das war mein kurzer Bericht vom letzten Wochenende, Petri Heil an alle DUC