Anfang Dezember hatten wir leider viele Nächte mit weit unter 5° Minus. Das führte dazu, das die Vereinsgewässer, Mühlenteich und Inselsee, bereits komplett zugefroren waren. Zwar nur mit einer dünnen Schicht Eis, aber das reichte um mich davon abzuhalten dort zu fischen. Meine beiden Abstecher an die Elbe in Hohnstorf und Marschacht blieben in den letzten Tagen erfolglos, so das ich mir Heute einfach mal sagte: “und wenn es nur eine Stunde ist, einfach irgendwo die Peitsche schwingen”.

Ein Hecht aus dem Neetzekanal wäre möglich

Erstmal die Gegend anschauen und Revier kennen lernen, schließlich war ich noch nie hier in dieser Ecke zum Angeln und kannte weder das Gewässer noch den Fischbestand. Natürlich machte ich mir trotz eisigen Wind Hoffnung auf Zander, Hecht, Barsch oder Forelle. Mein Spaziergang begann am Wehr zum Elbe-Seiten-Kanal und von dort Richtung Hauptstraße.

Wehr am Neetzekanal © MaBoXer

Wehr am Neetzekanal © MaBoXer

Neetzekanal erstmal erkunden

Einladend sah der etwas sechs Meter breite Graben für mich schon mal aus. Zwar hatte auch hier der Frost schon ordentlich für Eiskanten gesorgt, aber dadurch das hier eine ständige leichte Strömung ist, blieb das Eis an der Böschung. Wie Tief der Neetzekanal hier ist, kann ich so nicht sagen, aber mein sehr langsam geführter kleiner Spinner hat keinen Bodenkontakt, obwohl ich absichtlich so dicht wie möglich am Grund langziehen wollte.

Neetzekanal © MaBoXer

Neetzekanal © MaBoXer

Der Hecht aus dem Neetzekanal

Ich wurde nicht enttäuscht! Nur ein paar Würfe mit meinem kleinen Spinner in den Neetzekanal brachte mir einen heftigen Biss. Zwar dauerte der Drill nicht sehr lange, aber dafür extreme Schläge und weite Fluchten. Am Ende konnte ich einen schönen fetten 66 cm Hecht keschern.

Hecht gekeschert © MaBoXer

66 cm Hecht gekeschert © MaBoXer