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Surfcasting Wettkampf French Open

Surfcasting Wettkampf French Open

Dunkle Wolken (C) MaBoXer

Matsch und Wellen und eine Kampfansage an den Weltmeister – French Open 2011 – Surfcasting. Auch wenn es Frankreich ist, ist Calais nur etwa sieben Autostunden von der Ostseeküste entfernt – Grund genug, dass sich eine kleine Truppe aufmachte, um an der offenen französischen Meisterschaft des Casting Club in Calais im Juli dieses Jahres teilzunehmen; selbst wenn nur wenige der ganz großen Werfer da waren, war es doch ein starkes Feld und es wurde hart gekämpft.

Auf dem Weg zum Surfcasting Tunier

Am Samstag, den 23. Juli fuhr eine kleine deutsche Mannschaft bestehend aus Jan Hinz (sein Ford Galaxy mit Dachbox ist wirklich das ideale Werferauto, vielen Dank für die vielen Kilometer, die es uns bringt!), Frank Mittag, Christoph ‚Fietzer‘ Fischer und Dirk Christiansen nach Calais, um dort im Hotel Bonsai (der Name ist Programm!) einzuchecken, schön in Calais, das auf den zweiten Blick wirklich einen Boxenstopp wert ist, gemütlich zu Abend zu essen und noch einen Stärkungstrank zu nehmen und dann am Sonntag frisch und fit antreten zu können.

Es sollten so viele Würfe gemacht werden, wie die Zeit zuließ (am Ende wurden es sieben), jeweils mit dem persönlichen Gewicht der Wahl (100, 125, 150 oder 175 Gramm, wechseln war erlaubt), natürlich unter Einhaltung der Schnurrichtlinien. Zählen sollte dann der weiteste Wurf. Schnell zeigte sich, dass die Konkurrenz groß war, wir uns aber nicht zu verstecken brauchten. Insbesondere Jan lag ganz weit vorne mit Würfen um die 250 Meter, da kamen selbst der Weltmeister und die beiden Top-Engländer Mark Jakins und Steve Lewis sowie kein Franzose heran.

Bei uns anderen drei allerdings sah es anfangs nicht ganz so rosig aus, wir blieben durchweg hinter unseren Möglichkeiten zurück, zudem nicht viel klappte, Würfe außerhalb der Begrenzung, Abrisse, Aufsetzer im Wurf… Nur Fietzer gelang noch ein Ausreißer, ein Wurf von 228,25 Metern und damit eine neue persönliche Bestweite; wir alle hatten ihn deutlich jenseits der 230 gesehen, und auch Franks weitester Wurf schien um die 220 zu liegen, aber offensichtlich waren die Begrenzungen nicht allzu exakt gesetzt, so dass am Ende doch andere Weiten herauskamen, Franks weitester Wurf wurde mit 211,57 Metern angegeben, Dirks sogar nur mit 208,12 Metern.

Spannung beim Surfcasting Tunier

Richtig spannend wurde es allerdings beim Kampf um den ersten Platz; bis zum letzten Wurf lag Jan noch ein Stückchen vor Danny Moeskops, und auch Mark Jakins und Steve Lewis sind bekannt dafür, mit dem letzten Wurf nochmal einen Siegerwurf hervorzaubern zu können. Bei den beiden Engländern allerdings sah man schon nach dem Wurf, dass es nicht gelangt hatte, um ganz nach vorne zu kommen, sie belegten mit 247,20m (Jakins) und 246,98m (Lewis) die Plätze drei und vier. Bei Danny allerdings war die Sache nicht so klar – der Wurf war weit, aber ob er reichen würde, um Jan zu schlagen? Er reichte – bei Würfen jenseits der 253 Meter lag Danny mit 253,57 Metern ganze 52 Zentimeter vor Jan mit 253,05. Dennoch ist es natürlich eine gewaltige Leistung von Jan, dort oben deutlich mitzuspielen, und der Verlust des Sieges in der letzten Runde tat daher auch nur ein klein wenig weh.

Dennoch bleiben die Gefühle gemischt; die Mannschaft erreichte einen wirklich guten vierten Platz, aber die Ergebnisse waren doch nicht ganz durchsichtig und irgendwie ‚ganz plötzlich‘ zwei französische Mannschaften vorn, und dass das Feld droht, bei Regen zu einer Matschwüste zu werden, macht es nicht so verlockend, wieder nach Calais zu fahren; mal sehen.

Der detaillierte Bericht steht im aktuellen Surfcasting-Magazin, wer sich dafür interessiert kann sich gerne an mich wenden, ich versende es dann als pdf.

  1. Middlecaster

    Danke schön; ich gebe mir Mühe, fortan öfter zu berichten.
    Und hey, sind wirklich tolle Weiten, aber ist nicht übermenschlich – mach doch mit!!

  2. Wieder ein Hammer Artikel von Dir und was für irre Weiten, Geil

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